Wasser zählt zu den wertvollsten Ressourcen, die wir haben.
Ohne sauberes Trinkwasser können wir grundlegende Bedürfnisse wie Ernährung, Hygiene und Gesundheit nicht erfüllen. Es ist an nahezu allen Prozessen des menschlichen Stoffwechsels beteiligt – und damit für unser Überleben unerlässlich. Doch Trinkwasser ist nicht nur für uns persönlich lebenswichtig: Auch Landwirtschaft, Viehzucht und Lebensmittelproduktion sind darauf angewiesen. Ohne ausreichend Wasser wäre die Versorgung mit Nahrungsmitteln schlichtweg nicht möglich.
Wasser ist für den menschlichen Körper unverzichtbar
Auch in der Landwirtschaft, Tierhaltung und Industrie ist sauberes Süßwasser essenziell. Ohne verlässliche Trinkwasserversorgung wäre modernes Leben, wie wir es kennen, nicht denkbar. Trotzdem gehen wir oft sorglos mit dieser wertvollen Ressource um: Ob in der Produktion, im Haushalt oder bei der Körperpflege – unser Wasserverbrauch ist vielerorts deutlich zu hoch.
Gleichzeitig belasten wir das Wassersystem massiv: Rückstände von Medikamenten, Mikroplastik, Schwermetalle, Keime, Viren und Rückstände aus Reinigungs- und Pflegeprodukten gelangen über Abwässer in Flüsse, Seen und Böden. Viele dieser Stoffe können in Kläranlagen nicht vollständig entfernt werden – und finden so ihren Weg zurück in den Wasserkreislauf. Bereits geringe Mengen einiger Substanzen können gesundheitsschädlich sein. Zudem stehen manche Stoffe im Verdacht, das Krebsrisiko beim Menschen zu erhöhen.
Solche Schadstoffe gehören nicht in unser Trinkwasser!
Es ist an der Zeit, unser Bewusstsein für die zunehmende Belastung unseres Wassers zu schärfen. Ein Umdenken ist dringend erforderlich. Jeder einzelne von uns trägt Verantwortung – durch unser Konsumverhalten beeinflussen wir die Qualität unseres Wassers maßgeblich. Wer bewusst, nachhaltig und umweltfreundlich handelt, leistet einen aktiven Beitrag zum Schutz unserer wichtigsten Lebensgrundlage. Müllvermeidung und verantwortungsvoller Konsum beginnen bei uns selbst.
Quellen der Wasserverschmutzung im Überblick
Verkehr und Luftemissionen
Abgase aus Flugzeugen und Fahrzeugen setzen Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide (NOₓ), Schwefeloxide (SOₓ), Feinstaub, Ruß und Schwermetalle frei – diese gelangen über Luft und Niederschläge in Böden und Gewässer.
Überdüngung in der Landwirtschaft
Durch den Einsatz von Kunstdünger und Gülle entstehen Belastungen mit Nitrat und Nitrit, die ins Grundwasser sickern.
Belastete Brunnen und Quellen. Selbst natürliches Quellwasser kann mit Schwermetallen wie Blei, Arsen, Quecksilber oder Uran belastet sein. Hinzu kommen Verunreinigungen durch landwirtschaftliche Rückstände oder Abwässer.
Städtische Einflüsse
Urbaner Müll, Mikroplastik, Abgase und Abwässer aus der Kanalisation beeinflussen die Wasserqualität erheblich.
Kläranlagen
Trotz moderner Aufbereitung bleiben Rückstände wie Medikamentenwirkstoffe (z. B. Antibiotika, Hormone), Schwermetalle, Mikroplastik und chemische Reinigungsmittel im Wasser und gelangen zurück in den Wasserkreislauf. Chemieunfälle, bei Lecks oder Havarien mit Heizöl, Benzin oder Lösungsmitteln können zusätzlich toxische Stoffe in Böden, Pflanzenwelt und Gewässer freisetzen.
Industrielle Einleitungen
Viele Betriebe leiten schadstoffhaltiges Abwasser oder Abgase in die Umwelt – nicht immer vollständig gefiltert.
Energieerzeugung
Kraftwerke – auch Atomkraftwerke – belasten die Umwelt durch Abgase, thermisch verändertes Kühlwasser und geringe Mengen Radioaktivität.
Pestizide und andere Spritzmittel
In der Landwirtschaft eingesetzte Mittel gegen Unkraut, Schädlinge oder Pilzbefall gelangen über den Boden in das Grund- und Oberflächenwasser.
Fracking-Verfahren
Die Gewinnung von Gas durch Fracking birgt das Risiko, dass Chemikalien ins Grundwasser eindringen.
Illegale Entsorgung im Meer
Altöle, giftiger Müll oder radioaktive Stoffe werden teilweise in internationalen Gewässern verklappt – mit gravierenden Folgen für das Ökosystem.
Kunststoffe und Mikroplastik
Plastikmüll zerfällt mit der Zeit in kleinste Partikel. Mikroplastik gelangt über Pflegeprodukte, Waschvorgänge und Umweltverschmutzung in Flüsse, Seen und Meere – und letztlich auch in unser Trinkwasser.